Aktuelles

Kita St. Barbara Halberbracht als familienpastoraler Ort zertifizier

Lokalplus vom 27.10.2021

 

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“

 

Das Team des St.-Barbara-Kindergartens Halberbracht freut sich über die Zertifizierung zum familienpastoralen Ort.
 
 
Die katholische Kindertageseinrichtung St. Barbara Halberbracht, in der Trägerschaft der Kita gGmbH Siegerland-Südsauerland, ist jetzt als „familienpastoraler Ort“ zertifiziert worden.

Mit dem Zertifikat wird die gute religionspädagogische Zusammenarbeit mit der örtlichen Kirchengemeinde St. Peter und Paul, die pastoraler Träger vor Ort ist, gewürdigt. Damit zeichnet das Erzbistum Paderborn die systematische Umsetzung familienpastoraler Standards in den Einrichtungen aus.

Ein Ort zum Wohlfühlen

Der Prozess hat das Team, die Eltern und die Kinder motiviert, bereits vorhandene religiöse Elemente innerhalb der KiTa neu zu entdecken und in den Zusammenhang des familienpastoralen Ortes zu stellen. Der Kindergarten ist ein Ort, an dem Glauben gelebt, Wertschätzung erlebt und religiöses Tun vorgelebt wird. „Einfach ein Ort, an dem sich Kinder und Erwachsene gleichermaßen wohlfühlen“, sagen die Mitarbeiter der Einrichtung.

Sie nahmen die Auszeichnung in einer gemeinsamen Feierstunde im Rahmen einer Andacht mit den Kindern und Eltern sowie Vertretern der örtlichen Gremien der Kirchengemeinde entgegen.


Das Schild mit Kreuz und Logo weist ab sofort schon am Eingang darauf hin, dass die katholische KiTa ein wichtiger pastoraler Ort in der Gemeinde ist.

Fünf pastorale Standards

Um die Vorgaben zur Qualifizierung zu erfüllen, mussten fünf pastorale Standards erarbeitet werden. Hierzu gehören

  • die Weitergabe des Glaubens,
  • Beratung für Eltern in Fragen der Erziehung und Lebensgestaltung,
  • Angebote, mit denen sich die Einrichtung für Familien im Sozialraum einsetzt,
  • Bildungsangebote für Familien,
  • Angebote, die das Leben in den Familien unterstützen.

Mit diesem Zertifikat wird die gute Arbeit der Kindertageseinrichtung St. Barbara gewürdigt. Pastor Wollweber bedankte sich beim gesamten Team für sein Engagement und die gute (religions-) pädagogische Arbeit. Wollweber: „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“.

 

(LP)
 

Schützenverein Halberbracht schenkt künftig Veltins aus

Lokalplus vom 17.10.2021

 

Sieben-Jahres-Vertrag abgeschlossen

 

Ein Prost aufs neue Bier in Halberbracht (von links): 2. Vorsitzender Niklas Berens, Vorsitzender Julian Winkel, Gebietsverkaufsleiter Harald Barocke, Kassierer Holger Führer und Geschäftsführer Kai Schröder.
 
 
Halberbracht. Beim Schützenfest in Halberbracht und anderen Veranstaltungen des St. Hubertus-Schützenvereins wird künftig kein Pils aus Krombach mehr ausgeschenkt, sondern Gerstensaft aus Meschede-Grevenstein serviert.

Die Halberbrachter Schützen und die Veltins- Brauerei haben kürzlich einen Vertrag über die Zusammenarbeit abgeschlossen, die am 1. Januar 2022 beginnt und für sieben Jahre vereinbart wurde. Zuvor hatte im Sommer die Mitgliederversammlung über den Brauerei-Wechsel abgestimmt.

„Gesamtkonzept passt“

„Nach guten und konstruktiven Gesprächen haben wir einen sehr positiven Eindruck von Veltins bekommen. Das Gesamtkonzept für unseren Verein passt“, wird der Vereinsvorsitzende Julian Winkel in einer Pressemitteilung der Brauerei zitiert.

Da das 100-jährige Vereinsjubiläum im Jahr 2021 pandemiebedingt nicht stattfinden konnte, sind die Jubiläumsfeierlichkeiten nun für 2022 geplant. Am zweiten Juni-Wochenende werden die Halberbrachter dann von Freitag bis Sonntag das erste Schützenfest mit Veltins im Ausschank feiern.

 

(LP)

Schützenverein Halberbracht spendet 1500 Euro an Strahlemännchen

Lokalplus vom 10.09.2021

 

Schützenverein Halberbracht spendet 1500 Euro an Strahlemännchen

Kai Schröder, Julian Winkel, Niklas Berens und Holger Führer (v.l.) bei der Scheckübergabe an Joanna Junge.
 
 
Halberbracht. Mit einer Spende in Höhe von 1500 Euro erfreute der Schützenverein Halberbracht den Verein Strahlemännchen. Das Geld ist der Erlös aus dem Verkauf der Schützenfesttüten.

Als Alternative für das Pandemie-bedingt ausgefallene 100-jährige Jubiläumsschützenfest hatte der Vorstand ein Ersatzprogramm zusammengestellt (LokalPlus berichtete). Eine Aktion dabei war der Verkauf der Schützenfesttüten, gefüllt mit Ansteckern, Würfel-Set, einer Kiste Pils und Grillwürstchen.

„Wir haben uns überlegt, was wir alternativ zum Schützenfest machen und dabei noch etwas Gutes tun können. Dass wir 150 Tüten verkaufen, da haben wir nicht mit gerechnet“, freut sich der Vorsitzende Julian Winkel.

Schwerkranken Kindern Herzenswünsche erfüllen

Eric Junge, der den Scheck mit seiner Frau Joanna persönlich entgegen nahm, nutzte die Gelegenheit über die wichtige Arbeit des Vereins zu informieren. Er gab vor Ort Einblicke in das Traummobil – ein Krankenwagen mit Herz und Sternenhimmel, in dem schwersterkrankte und dem Lebensende nahe Fahrgäste zu ihren Traumzielen gebracht werden können.


Dem Ehepaar Junge, das die Initiative vor 20 Jahren gründete, ist es wichtig, schwerkranken Kindern einen Herzenswunsch zu erfüllen. Geschwistern und Eltern der Kinder soll es ebenfalls ermöglicht werden, an der Freude teil haben zu können. Dazu dienen auch die Ferienhäuser im Rabaukenland in Wörmge, wo sich die Familien (kostenlos) vom schwierigen Alltag erholen und gemeinsame Zeit verbringen können.

Respekt für die Leistung

Strahlemännchen agiert bundesweit und arbeitet eng mit Unikliniken zusammen. Eric Junge machte keinen Hehl daraus, dass die Corona-Pandemie die Situation erschwert habe. Das Disneyland, das für viele ein Traumziel ist, war geschlossen, ebenso Hotels. Angebote fanden nicht statt und Großeltern konnten ihre Enkel nicht besuchen.

Die persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen des engagierten Ehepaares würdigten die Halberbrachter Vorstandsmitglieder mit ihrem Respekt. Auf Nachfrage bei Joanna Junge, wie sie den Umgang mit Schwerkranken verarbeite, antwortete sie: „Man stellt eigenes zurück und ist einfach für die Menschen da. Ich ärgere mich nicht über Kleinigkeiten.“


Der neugewählte Vorstand Julian Winkel (Vorsitzender), Niklas Berens (2. Vorsitzender), Kai Schröder (Geschäftsführer) und Holger Führer (Kassierer) signalisierte, dass es nicht die letzte Spendenaktion zugunsten von Strahlemännchen gewesen sein solle.

 

Ein Artikel von Nicole Voss

TuS Halberbracht und BW Oedingen bilden eine SG

WR vom 06.06.2021

 

Lothar Linke

Trainer und Verantwortliche des TuS Halberbracht und BW Oedingen; hinten: Sebastan Nawrath, Markus Kny, davor Patrick Pick, Robert Schille, Tobias Jung; vorn: Florian Linn, Bernd Winkelmann und Arthur Nawrath.

Trainer und Verantwortliche des TuS Halberbracht und BW Oedingen; hinten: Sebastan Nawrath, Markus Kny, davor Patrick Pick, Robert Schille, Tobias Jung; vorn: Florian Linn, Bernd Winkelmann und Arthur Nawrath.

Foto: Lothar Linke

HALBERBRACHT/OEDINGEN.  Mit einer neuen Spielgemeinschaft geht der Fußballkreis Olpe in die kommende Saison.

Denn jetzt ist es offiziell: Der TuS Halberbracht und Blau-Weiß Oedingen starten ab 2021/22 mit zwei Seniorenmannschaften ins Rennen der Kreisliga C und D.

Damit mischen die Oedinger Fußballer wieder im Kreis Olpe mit, dem sie politisch auch angehören. Fußballerisch dagegen waren sie zehn Jahre lang Hochsauerländer. Denn seit 2011 unterhielten die Blau-Weißen eine Spielgemeinschaft mit dem Nachbarn BVB Bracht, beheimatet auf der anderen Seite der Kreisgrenze.

Trennung verläuft harmonisch

Dort war die SG Bracht/Oedingen auch in das Ligensystem eingegliedert worden. Die Trennung habe „definitiv nicht am Verhältnis der beiden Vereine gelegen“, betonte Tobias Jung, Leiter des Ressorts Seniorenfußball in Oedingen, „das war bis zuletzt positiv.“

Die Scheidung sei „harmonisch verlaufen“, sei aber dem „personellen Aspekt“ geschuldet. Jung: „Es wäre schwierig gewesen, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen.“

 

Der Zusammenschluss zur SG Halberbracht/Oedingen hat den gleichen Grund wie alle anderen zuvor: Personalmangel. Der Unterschied ist, dass dieser noch nicht akut ist. Doch er zieht am Horizont herauf. So schätzen es jedenfalls die Verantwortlichen ein. Eine „zukunftsorientierte Basis“ nannte Bernd Winkelmann, Vorsitzender des TuS Halberbracht, die Aktion, einen „strategischen Weitblick“. Denn, so Winkelmann: „Wir werden irgendwann unter Spielermangel leiden. Deshalb können wir eine solche Spielgemeinschaft nicht nur auf die nächsten drei, vier Jahre betrachten, sondern müssen das für die nächsten zehn Jahre tun.“ Die nächsten fünf, sechs Jahre könne der TuS Halberbracht noch eigenständig bewältigen. Winkelmann: „Aber die Entwicklung sehen wir ja, mit den geburtenschwachen Jahrgängen und die Tendenz, wonach Fußball nicht mehr alles ist.“

Im Jugendbereich arbeiten Oedingen und Halberbracht schon seit Jahren zusammen. „Das funktioniert sehr gut“, betonte Winkelmann. Nun schließen sich zwei echte Traditionsvereine in einer Spielgemeinschaft zusammen. Der TuS Halberbracht wird in drei Jahren 100 Jahre alt, beim SV Oedingen ist es in sechs Jahren so weit. Und wo Tradition ist, sind auch Traditionalisten - sprich: Mitglieder, die skeptisch bis ablehnend reagieren, wenn Eigenständigkeit aufgegeben wird.

Doch diese Widerstände bleiben beiden Vorständen erspart. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung bekamen sie die Zustimmung. „wenige Enthaltungen, keine einzige Gegenstimme“, stellte Winkelmann fest. Die gleiche Erfahrung, ein fast 100-prozentig positives Votum der Mitglieder, hat auch Tobias Jung gemacht: „Auch bei uns haben die Mitglieder die Entwicklung gesehen. Schon sonntags auf dem Platz ganz deutlich, wenn teilweise die Altherren aushelfen musste.“

Oedingen freut sich auf die Rückkehr in den Kreis Olpe. Die SG mit Bracht fußte seinerzeit auf einem Kompromiss. „Wir nehmen die Sportstätte Oedingen, und spielen dafür in der Kreisliga Hochsauerlandkreis“, erklärte Tobias Jung, „gerade die jungen Spieler hatten den Wunsch, im Kreis Olpe zu spielen. Weil man die Leute aus der Zeit m Jugendbereich kennt, die Gegenspieler.“

Altliga muss teilweise aushelfen

Gemeldet werden zwei Seniorenmannschaften, erklärte Arthur Nawrath. Er hatte auf Seiten des TuS Halberbracht das Konzeptionelle übernommen. Die erste Mannschaft spielt in der Kreisliga C, die zweite in der D. Etwas ärgerlich ist das für die erste Garnitur, die war „auf dem richtigen Weg“, wie Nawrath es ausdrückte. Sie hatte aus den sieben Spielen der abgebrochenen Saison 18 Punkte geholt, und eine gute Chance auf die Kreisliga B, wurde jedoch durch Corona gebremst. „dann müssen wir halt versuchen, es im nächsten Jahr zu schaffen.“ Das sieht Winkelmann genauso: „Kreisliga B wird – auch aufgrund des Zugewinns der sportlichen Qualität - als Ziel ausgegeben, zumal wir als Tabellenführer bis zum Abbruch die realistische Chance hatten, die Saison dort oben auch zu beenden.“

 

kfd Halberbracht: 8.000 Euro bei Haussammlung für Flutopfer im Ahrtal

Lokalplus vom 05.08.2021

 

Halberbracht. Die kfd Halberbracht hat am Montag, 26. Juli, ihre angekündigte Haussammlung gestartet. Zehn Frauen machten sich mit einer Spendenbox auf ihren zugeteilten Weg. Geklingelt wurde in jeder Straße an jeder Haustür, um Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal zu sammeln.

Sofern gewünscht, wurde den Spendern der Mitgliedsausweis gezeigt und ein Formular, wo das Geld hingehen sollte. Nach einer Woche des Sammelns traf sich die kfd dann am Montag, 2. August, im örtlichen Pfarrheim um die Boxen zu öffnen und den Inhalt zu zählen. Die Aktion war ein voller Erfolg: bemerkenswerte 8.000 Euro konnte man für die Flutopfer einsammeln.

Die Summe wurde am Mittwoch, 4. August, auf das Spendenkonto der „Bürgerstiftung hilft Hochwasseropfern“ überwiesen und wird jetzt den Weg zur Unterstützung gehen. Die kfd hofft, dass die gesammelte Summe ein wenig zur Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe beiträgt. Der Dank geht an alle Halberbrachter Spender.

 

(LP)
 

 

 

100 Jahre Schützenverein Halberbracht: Freiluftmesse, Feuerwerk und mehr

Lokalplus vom 21.06.2021

 

Alternativprogramm für alle Altersklassen

 

Ein Highlight war auch die Kranzniederlegung am Ehrenmal.
 
Als Beitrag für das Miteinander im Ort, die Förderung des guten Zusammenhalts und als Zeichen der Gemeinschaft in diesen schwierigen Zeiten bilanzieren Vorstand, Offizierscorps, Jungschützen und Dorfbewohner das abwechslungsreiche Alternativprogramm zum 100-jährigen Jubiläum des Schützenvereins Halberbracht.

Das fing schon bei der Erstellung einer Vereinschronik an, die kostenlos an alle Haushalte verteilt wurde. Das „100 Jahre“-Schützenfestpaket fand reißenden Absatz und ein Drittel des Verkaufserlöses soll zu einem späteren Zeitpunkt an „Strahlemännchen“ überreicht werden, die Herzenswünsche für schwerkranke Kinder erfüllen. Auch beim Verkauf der Jubiläums-Bierkrüge wurden alle Erwartungen übertroffen.

Für Blickfänge sorgten bereits vor dem Hochfest Offizierspuppen, Bergleute und Jubiläumsbanner an den Ortseingängen, am Ehrenmal und an der Schützenhalle - in liebevoller Detailarbeit vom ehemaligen, langjährigen Adjudanten Guido Schulte gefertigt. Wermutstropen dabei: Leider wurde ein Offizier bereits nach nicht einmal zwölf Stunden am Ehrenmal entwendet.

 

Die offizielle Eröffnung des Jubiläumswochenendes erfolgte durch Böllerschüsse am Freitagnachmittag sowie durch eine Videobotschaft von Vorstand und Offizierscorps. Am Freitagabend wurde als Überraschung bei schönstem Wetter ein Jubiläumsfeuerwerk an der Schützenhalle gezündet, das die Dorfbewohner in den Gärten und auf den Balkonen faszinierte.


Am Schützenfestsamstag standen die Besuche der Jubilare auf dem Programm. Es ist geplant, die Ehrungen für 2020 und 2021 im Jahr 2022 im würdigen Rahmen nachzuholen. Der Schützenfestsonntag stand – unter Einhaltung der Corona-Schutzverordnung - im Zeichen einer Freiluftmesse auf dem Schützenplatz, an der 150 Menschen sowie die Fahnenabordnungen des MGV und der Feuerwehr teilnahmen.

Gestaltet wurde die Messe von Pastor Ludger Wollweber und musikalisch umrahmt vom Musikvereins Bilstein. Im Anschluss folgte die Kranzniederlegung am Ehrenmal. Abschluss war der „Kindertanz“ mit Ausgabe der Schnucktüten an den Nachwuchs des Ortes . Auch hier wirkte der Musikverein Bilstein musikalisch mit und sorgte für eine tolle Atmosphäre.

Am ganzen Wochenende wurde die Schützenhalle angestrahlt, die Vogelstange mit einem Vogel versehen und zu bestimmten Zeiten geböllert. Gefreut hat sich der Schützenverein über die Aktion des Kindergartens Halberbracht, der mit einem selbstgebastelten Königspaar gratulierte sowie die Videogrußbotschaft der Schützenbruderschaft Oedingen.

 

(LP)

Dariusz Wosz weckt Vorfreude auf Fussballschule des VFL Bochum

WR vom 07.06.2021

Lothar Linke

 
Dariusz Wosz versteht es, die kleinen Kicker in Halberbracht zu begeistern. 

Dariusz Wosz versteht es, die kleinen Kicker in Halberbracht zu begeistern. 

Foto: Lothar Linke

HALBERBRACHT.  Die Fußballschule des VfL Bochum macht Anfang Juli Station beim TuS Halberbracht.

Es war genau die Atmosphäre, die über Monate so gefehlt hat. Ein sonniger Samstagmittag, ein gutes Dutzend Kinder mit Feuereifer auf dem Sportplatz in Halberbracht, einige Eltern drumherum. Was will man mehr?

Und ein berühmter Fußballprofi als Trainer der bunten Horde: Dariusz Wosz, der frühere, brillante Spielmacher des VfL Bochum. Er machte es den Kindern vor: Blitzschnell seitwärts durch kleine Ringe hüpfen, ein Fuß, ein Ring. Die Feinmotorik des heute 51-Jährigen ist auch ohne Ball sehenswert.

Die richtige Sprache

Ihm war die Freude anzusehen, mit der er die Fußballer trainierte. Bunt war dieser fröhliche Haufen wirklich. Robert Lewandowski stand auf dem einen Trikot, SSV Elspe auf einem anderen. Wenige Minute reichten, um zu sehen, wie gut Dariusz Wosz die Sprache der Jungs beherrschte, wie er einen sympathischen Umgang mit ihnen pflegte.

Immer wieder gab es Aufmunterung, wenn eine Kugel versprang. Aber auch Mahnung zur Disziplin. Als ein Jonglier-Spielchen beendet war, forderte er die Kleinen auf, die Bälle zur Seite zu legen. „Weglegen habe ich gesagt, nicht wegschießen“, sprach er in Richtung derer, die die Bälle lässig ins Aus kickten.

 

Dariusz Wosz’ Besuch in Halberbracht war ein Vorgeschmack, eine Vorspeise. Das Hauptmenü kommt vom 9. bis 11. Juli auf den Tisch. Dann ist die Fußballschule des VfL Bochum an gleicher Stelle zu Gast.

Auch ihm reicht Corona, sagte Wosz. „Den Jugendlichen fehlt das Jahr in ihrer Entwicklung,“ blickte er einen Zeitraum zurück, in der die Jungs für viel zu viel am Computer, an der Konsole gehockt haben. Das muss auf Kosten der Qualität gehen. „Das werden wir in ein paar Jahren merken,“ befürchtete er.

Kontakte zwischen dem TuS Halberbracht und dem VfL Bochum bestanden bereits 2019. Eine Delegation aus der Ruhrstadt hatte das Konzept der Fußballschule vorgestellt. Im vergangenen Jahr war die Fußballschule beim FC Finnentrop zu Gast, da hatte alles, obwohl es schon in die Corona-Zeit fiel, gut geklappt. Davon gehen die Halberbrachter auch aus. Bernd Winkelmann, 1. Vorsitzender des TuS: „Es ist nicht so, dass wir achtzig, neunzig Kinder hier erwarten, es geht eher um zwanzig, dreißig.“ Man werde erst einmal abwarten und – wenn nötig – absagen. Dann gibt es das Geld zurück. Zurzeit aber rechnen die Verantwortlichen mit einem Anstieg der Anmeldungen. Für den TuS ist es eine Premiere. Bernd Winkelmann. „Die Hauptarbeit wird kommen, wenn wir genau wissen, wie viele Kinder da sind. Dann müssen wir die Anzahl der Helfer definieren, und was an Verpflegung benötigt wird.“

Ach ja: Dariusz Wosz aus Halberbracht entlassen, ohne ihn zum VfL Bochum zu befragen, geht natürlich gar nicht. „Schön, dass sie wieder aufgestiegen sind“, sagte er. Das entscheidende Spiel gegen Sandhausen hat er zu Hause geschaut. „Ich muss“, verriet er, „dabei allein sein.“